Bienenbüttel bietet sehr viel - Nachtrag
Der Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des großen Freizeitbereichs mit einem Beachvolleyballfeld und einem Bolzplatz beim Waldbad außerhalb der Badesaison vom September bis zum Mai des Folgejahres wurde am 06.11.2026 im Bauausschuss behandelt.
Die Verwaltung hat in ihrer Sitzungsvorlage vom 09.10.2025 viele Punkte aufgeführt, die gegen die Nutzung des Freizeitbereichs außerhalb der Freibadsaison sprechen:
- Die Kosten: Ein Zaun mit einer Höhe von 1,80m zum Badbereich für 9.000,-€, der zum Saisonbeginn abgebaut werden muss.
- Pflege- und Kontrollaufwand der Flächen u.a. Beseitigung von Hundekot
- Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen
- Schäden am Rasen in dem genutzten Bereich
Zusammenfassend scheint eine Nutzung/Öffnung der Freizeitfläche des Waldbades außerhalb der Badesaison im Verhältnis der Kosten und des voraussichtlichen Nutzens eher unzweckmäßig – so die Verwaltung.
In der Ausschusssitzung hat sich die CDU/FDP-Gruppe deutlich gegen den Antrag ausgesprochen. Zur Begründung führt sie an, die Kosten für den Zaun und der Pflege des Bereichs seien zu hoch, der Zaun beeinträchtige das Sichtfeld, wenn die Liegewiese im Sommer genutzt wird, Müll müsse laufend eingesammelt und entsorgt werden. Der Nutzen sei aufgrund der Wetterlage in dem Zeitraum kaum gegeben. Zusammenfassend: Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis:
Alles Punkte, die bei einer Entscheidung zu recht nicht außer Acht gelassen werden dürfen.
Kann die Nutzung der Freizeitfläche aber auch anders betrachten werden?
Rechtliche Rahmenbedingungen muss die Verwaltung klären – da führt kein Weg dran vorbei!
Darüber hinaus kann man jedoch bei entsprechender Bauweise die Zaunelemente und die Pfosten (in Hülsen) vom Bauhof im Mai entfernen und im September wieder einsetzen lassen. Der Zeitaufwand ist mit jeweils ca. ½ Tag überschaubar und so beeinträchtigt kein Zaun das Sichtfeld im Sommer.
Die Frage des Mülls stellt sich auf den bereits betriebenen Spiel- und Bolzplätzen im Gemeindegebiet ja auch nicht als Ausschluss für die Einrichtung dieser. Der Problematik Hundekot kann begegnet werden, wie auch auf den Spielplätzen. Dort haben Hunde keinen Zutritt, wie es auch in diesem Bereich durch das übliche Aufstellen von Schildern geregelt werden kann.
Von Mitte September bis Mitte Mai des Folgejahres würde die Fläche 8 Monate zur Verfügung stehen. Selbst bei Schlechtwetterperioden bleiben noch mehrere Monate für die Nutzung. Das erscheint doch ein ausreichender Zeitraum, selbst wenn kurzzeitig aufgrund der Witterung eine Nutzung mal nicht möglich ist.
Ob die Fläche wirklich von jungen und alten Bienenbüttlern genutzt wird, kann man sicher erst nach einer 2-3 jährigen Testzeit beurteilen.
Aber sollten wir aus den genannten Gründen. die genauso gut auch anders betrachtet oder gelöst werden können, vorhandene Freizeitflächen den Bürger*innen vorenthalten?
Wir sagen nein! Leider sah es die Mehrheit im Bauausschuss von der CDU/FDP-Gruppe anders und lehnte den Antrag ab!