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Klaus-Peter Dehde
Klaus-Peter Dehde, Unterbezirksvorsitzender

16. Juli 2015: OTTEXTIT statt GREXIT

„Diplomatie darf niemals in Frage gestellt werden!“ sagt Klaus-Peter Dehde, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Uelzen/Lüchow-Dannenberg, entrüstet über die Aussagen Henning Ottes (CDU), Verhandlungen zwischen der EU und Griechenland wohlmöglich nicht zustimmen zu wollen.

„Es muss immer die Bereitschaft da sein, mit seinem Gegenüber in Verhandlungen zu treten. Gerade von einem Bundestagsabgeordneten erwarte ich, dass er diese Prämisse auf dem Schirm hat!"

"Ob wir dem Ergebnis nachher zustimmen oder nicht, das ist eine andere Frage“, so Dehde weiter.

Auch der Vorschlag Henning Ottes, nun eine andere Regierung mit Regierungsaufgaben zu betrauen, wirft beim Unterbezirksvorsitzenden Fragen auf: „Wie immer redet Herr Otte aus dem Bauch heraus. Er hat mal wieder keine Ahnung, was er da sagt. Wie sollen Neuwahlen denn bezahlt werden? Will Herr Otte die Wahl finanzieren? Eine Neuwahl würde zudem Zeit in Anspruch nehmen, die Europa und Griechenland nicht haben. Mir gefällt die Rhetorik Tsipras auch nicht, aber wir müssen nun mal mit dem Wahlergebnis der Griechinnen und Griechen arbeiten.“

Dehde ist sich bewusst: „Wenn wir keine gemeinsame europäische Lösung der griechischen Tragödie finden, zerbricht das Land im Chaos. Das müssen wir unbedingt verhindern! Auch der von Otte so hochgelobte „GREXIT auf Zeit“ wurde zurecht von allen europäischen Partnern als Schnapsidee abgelehnt. Frau Merkel hatte genug Zeit zu handeln. Diese Zeit hat sie nicht genutzt.“

Von Henning Otte erwartet Dehde vor allem eins: „Herr Otte sollte seine Worte überdenken, bevor er sie äußert und mal ein Buch über die Internationale Politische Ökonomie in die Hand nehmen.“

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